Buffalo – Jon Lehrer wirft seine Schatten voraus

Welch unerwartet arbeitsame Woche! Doch immerhin eine, in der die wichtigsten Dinge auch gelangen.

Natürlich will ich noch nicht zu viel verraten, denn schließlich komm Jon schon ab dem 10. März 2018 mit uns nach Deutschland, aber eines kann in jedem Fall gesagt werden: In dieser Truppe steckt wahrlich eine einzigartige Energie. Alle sind höchstmotiviert und arbeiten mit Hochdruck an Kostümen, Licht und natürlich dem Feinschliff im Tanz und den Choreographien. Von diesem Abend, darf man sich wirklich viel versprechen.

Damit es eine Überraschung wird, will ich hier noch keine Probenphotos einstellen – weil ganz ohne Photos aber blöde ist, bin ich extra ganz weit hinaus gefahren, um einige für euch zu schießen. Zu den Niagarafällen!

 

 

 

Im Winter ist hier nichts los, was Vor- und Nachteile hat. Das nimmt dem Spaktakel aber nichts von seiner eindrücklichen Pracht. Gewaltig, wie sich die Wasser da in die Tiefe stürzen. Als mir aber erzählt wurde, dass noch letzte Woche das ganze eingefroren war und der aufsteigende Wassernebel eine Art Eishöhle um den Fall gebildet hatte es mir ein wenig leid, dass ich da noch vollständig mit der Arbeit eingespannt war. Naja, vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal!

Smalltalk – Vom Schnee in den Norden und wieder zurück

Hier oben im Schwarzwald erlebt man im April doch immer noch die ein oder andere Überraschung. Erst letzte Woche sah mein blick aus dem Fenster noch so aus:

Da ich aber genug Schnee für dieses Jahr hatte, floh ich aus diesem Wetter. Wir Tourneemenschen können aber mit zu kurzen Strecken einfach nichts anfangen, deshalb habe ich meinen Fluchtweg natürlich nicht zu kurz gewählt. Das lange Wochenende und die Einladung nach Soltau, um dort zum Spielzeitabschluß eine kurze Ansprache für die Abonnenten zu halten und mich mit dem stellvertretenden Ortsvorsteher zu besprechen, machten die Auswahl nicht sehr schwierig. Auch der Weg dort hoch schien mir respektabel und würde meiner Riege keine Schande bereiten.

Samstag hoch und Montag wieder zurück – fast wie Urlaub. Nur anstrengender. Dafür konnte ich ein weiteres Mal die fantastische Madame Bovary sehen und stattete den Thermen in Soltau einen Besuch ab. Wenn man schon mal da ist …

Manchmal schön, von zu Hause raus zu kommen. Trotzdem frage ich mich, wie das mit der Erholung am Wochenende bei anderen so klappt. Naja… auf jeden Fall liegt heute hier kein Schnee mehr. Mission accomplished!

Smalltalk: Parallele Dimensionen – Doppeltouring

Während die Premiere der RIOULT DANCE COMPANY NY ausgesprochen erfolgreich verlief (hier die Kritik ), treibt es mich nun parallel zur Company auch auf eine erste Tour.

Eigentlich bin ich erstmal nur unterwegs, um an zwei Orten Einführungen für RIOULT zu geben, aber natürlich nutzt man dies auch um bei Kollegen einmal Hallo zu sagen. So wechselt es sich ab: Erst trifft ein Kollegentreffen, dann Proben bei der Company, hinter der Bühne einen Kaffee trinken und auf die Kostümkiste schauen, dann eine Einführung für das Publikum und einen Gut-Nacht-Drink mit der Company, ehe am nächsten Tag wieder einmal ein Besuch abgestattet wird. Das ist wirklich ein wenig wie Surfen auf einer Welle zwischen zwei Welten.

Doch dann passiert irgendwie alles zusammen: Motorschaden, Geldbeutel im Mietwagen verloren, kein Geld, keine Karte und ein nervös zuckendes linkes Augenlid. Beglückt, wer ein paar gute Kollegen und ein funktionierendes Backoffice hat – zusammen bekommt man alles wieder hin. Und schließlich meldet sich am Freitag ein ehrlicher Finder, der mit den Geldbeutel nach Hause schickt. Auf mein Angebot hin, die paar wenigen Scheine darin als Finderlohn zu behalten, winkt er ab und sagt: „Ne, ich schick das so. Ich finde das gehört sich so.“ Anschließend ein tolles Wochenende mit guten Freunden verlebt – auch ohne Geld und Kreditkarte.

Und die Moral von der Geschicht‘?
Es braucht nur einen fremden Menschen in einer der vielen Welten, durch die wir uns täglich bewegen, um dir dein Wochenende zu retten.

Smalltalk – Freitag, der 13.

Eigentlich ist das ja mein Glückstag. Aber heute war ein Drecksarbeits-Tag.

Wenn die ersten drei Mails nur Probleme, Animositäten und Fehlerbeseitigungen mit sich bringen, dann ist der Start irgendwie verhunzt. Trotzdem fühle ich mich allmählich ganz gut, weil trotz innerem Schweinehund jetzt alles soweit abgearbeitet ist. Tschaka!

Und eine Sache ist an diesem Tag ohnehin immer gut… Auf in’s Wochenende!
Jetzt muss ich nur noch sicher den Berg runter kommen, denn was tagsüber ganz toll aussehen kann, wird spät abends dann doch etwas tückischer.

Egal, das Wochenende vermiest mir niemand!