Eine neue Epoche, aber mehr Vergangenes denn je
Keine Zukunft ohne Vergangenheit
Während wir lange Zeit als Knotenpunkt in Zentraleurope von einer florierenden Globalisierung profitierten, machen sich die Nachteile mittlerweile unbarmherzig bemerkbar. Wir sind auf andere angewiesen, viel mehr als uns recht sein kann. Wieder erstarkende Abschottungs- und Ausgrenzungsfantasien erscheinen in diesem Licht wie gruder Unsinn. Doch unsere Ängste und Sorgen waren schon seit jeher ein Macht- und Manipulationsinstrument, für jene, die damit zu spielen verstanden. Informationen und Fakten werden immer wieder scheinbar gleichrangig mit Meinungen und Unwahrheiten konfrontiert. Der Versuch aufklärerischer Informationsverbreitung wird defarmiert und als böswilliger, manipulativer Akt dargestellt. Als Lösung bleiben scheinbar nur die Extreme, die das ganze marode System zu zerstören versprechen, um darauf ein neues aufzubauen. Für all die Wütenden, Enttäuschten und Abgehängten ein zunehmend besser klingender Ausweg. Es liegt so viel dunkle Vergangenheit in dieser sich gerade manifestierenden Zukunft, dass einem zuweilen Bange wird. Für uns heißt dies, dass wir profunde Erfolge dringender denn je benötigen, um Sorgen und Ängste Stück für Stück abzubauen. Denn aus der satten, eigentlich zufriedenen Gesellschaft, der man nur ein wenig das Bäuchlein tätscheln musste und sich danach wieder um die Maximierung der eigenen Gewinne kümmern konnte, wurde eine hungrige, unzufriedene Gesellschaft, die sich aus den gezielten und etablierten Lenkungs-, Befriedungs- und Manipulationsmethoden durch Daten- und Informationstsunamis heraus windet. Der Schwarm weicht aus, wo der einzelne ein leichtes Ziel wäre. Von der Hierarchie- zur Netzwerk- zur Beta-Gesellschaft, deren Form sich niemals final festlegt und sich stets anpasst und wandelt. Es fehlt jedoch weiterhin nicht so sehr an Wissen, wie an einer gemeinsamen Kultur, einem Boden, auf dem dieser Wandel geschehen kann. So dass er konstruktiv und kreativ wird, wir Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft erlebbar und wünschenswert machen. Etwas tun, das Sinn schafft. Darin liegt weiterhin unsere Chance.
Portfolio
Hier finden sich einige Eindrücke der vergangen Spielzeit 22/23 im Teo Otto Theater Remscheid.







Kritiken
der internationalen Kompagnien nach ihrem Auftritt in Remscheid
Fünfmal ging der Vorhang der Bühne im Teo Otto Theater auf. Wieder und wieder verbeugten sich die Protagonisten und ließen sich vom begeisternden Publikum feiern. Gut anderthalb Stunden hatten die 15 Akteure (…) die Zuschauer in ihre Kunstwelt mitgenommen und es geschafft, die Remscheider Freunde von ausdrucksstarken Bewegungen von der ersten bis zur letzten Minute in ihren Bann zu schlagen. (…) Schon der jeweilige Zwischenbeifall war johlend und mit anerkennenden Pfiffen durchsetzt.

Introdans
Jutta Schreiber-Lenz, Remscheider Generalanzeiger, 28.11.2022
Am Ende standen alle Zuschauerinnen und Zuschauer auf und jubelten. Zum 75-jährigen Bestehen hatte die Limón Dance Company im Teo Otto Theater eine aufregende Darstellung purer Tanzlust geboten. (…) Die Tänzer verschmolzen mit der Komposition, als wären sie die Instrumente der 16-sätzigen Suite von Johann Sebastian Bach. (…) Der Tanz vereint Dramatik, Tod und Trauer mit ungezähmter Lebensfreude.

Limón Dance Company
Elisabeth Erbe, Bergische Morgenpost, 23.03.2023
Ihre Show „Around the World“ war erst wenige Minuten alt – da hatten die Tänzer der Brodas Bros den Kampf gegen die Schwerkraft schon gewonnen. (…) Im Zusammenspiel von rasanten Bewegungsabläufen, Farbspielen und Elektro-Funk-Soundtrack verschwommen die Grenzen zwischen Videoprojektion und Wirklichkeit (…) Danach brach ein Jubel los, der schier kein Ende nehmen wollte.

Brodas Bros
Daniel Diekhans, Remscheider Generalanzeiger, 23.01.2023
-Archiv- Blog
Mit dem Untertitel „Kultur auf Tour durch Deutschland“ habe ich in meiner Reisezeit bei der Konzertdirektion Landgraf (2013-2019) hin und wieder vom Leben eines reisenden Kulturproduzenten berichtet. Als Archiv bleiben diese Beiträge erhalten.
Wo die Zeiten verschmelzen
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