Jon Lehrer – oder: Wenn Du nicht über Deinen Schatten springen kannst, dann tanz mit ihm.

Die Tour hat begonnen! Mit erheblich viel mehr Aufwand als bei unseren früheren Tourneen, ist Jon mit seinen Tänzern in Deutschland angekommen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass viele verschiedene technische Elemente in die Show integriert wurden. Und natürlich, weil es sich dieses Mal um eine Weltpremiere einer vollkommen neuen, speziell für Deutschland produzierten Show handelt. Sehr aufregend!

 

Fleißig wie sie sind, beginnt die erste Trainingsphase bereits zwei Stunden nach ihrer Ankunft im Hotel nach einer zwölfstündigen Anreise. Respekt!

Von dem, was da hinterher auf der Bühne passiert, merkt man beim Aufbau aber erstmal nichts. Kabel, Scheinwerfer müssen ausgepackt und passend verbunden werden, unsere beiden Nebelmaschinen müssen einen separaten Starkstromanschluss finden, der Tanzboden muss gelegt werden und überhaupt muss sich das Team erstmal kennen lernen und formieren.

 

 

Dann kommt der wichtigste Part: Scheinbar hoffen alle immer darauf, dass alles fehlerfrei und reibungslos abläuft. Das ist aber gefährlich! Denn die technische Einrichtung ist die Zeit, in der man möglichst alle vorhandenen und potentiellen Fehler entdecken sollte. Was passiert zum Beispiel, wenn man das falsche Fluid für die Bodennebel-Maschine gekauft hat? Der Nebel bleibt nicht am Boden, dafür aber ewig im Raum hängen.

Tolle Bilder, der Kommentar der Hausaufsicht, als wir dies am Ende der Probe gegen 22:00 Uhr ausprobiert haben: „Oh, dann warte ich jetzt wohl noch eine Stunde, bevor ich die Feuermelder wieder anstelle …“

Sehr peinlich! Zum Glück war das Team toll und man konnte noch am selben Abend gemeinsam darüber lachen.

Im Laufe der kommenden Tage nahm die ganze Produktion dann zusammen mit der Technik immer mehr Gestalt an. Schatten, die sich in die Modern Jazz Dance Aufführung mischen, omnipräsent zu sein scheinen, aber fast immer das Geschehen auf der Bühne nur untermalen, atmosphärisch führen und manches Mal grandiose Bilder zeichnen.

Ganz am Ende dann: Freude! Freude und Erleichterung. Die stehenden Ovationen im ausverkauften Theater entlohnen für so vieles. Wenngleich man selbst doch noch immer die vielen Unvollkommenheiten sieht, die Fehler, die passiert sind und die Dinge, die im Laufe der Tournee noch ausgebessert werden müssen. Zum Glück spielt sich das alles nur in meinem Kopf ab und hält die Menge hier und in all den folgenden Theatern nicht vom Applaus ab. Auch die Kritiker sind begeistert!
–> Hier geht es zur ersten Kritik

Auf diese Weise macht es allen aber auch Freude, stetig etwas zu verbessern und immer wieder mit dem Willen auf die Bühne zu gehen, dass dies die beste bisherige Show werden soll. Das Publikum dankt es ihnen!

 

Während sich die meisten dann zur Premierenfeier begeben, heißt es für die Technik: Abbau! Denn schon morgen wird wieder gespielt, aber an einem anderen Ort. Je nach Entfernung kommt auf das Technik-Team dann sogar eine Nachtfahrt zu, damit sie am nächsten Morgen rechtzeitig zum Aufbau beim nächsten Theater sind. Hoffentlich spielt da das Wetter auch mit, dass eine solche Fahrt nur einmal passieren muss.

Es steckt also so viel mehr dahinter, als nur diese zwei Stunden auf der Bühne. Aber so muss es auch sein. Denn Herzblut muss man sich verdienen.

 

Buffalo – Jon Lehrer wirft seine Schatten voraus

Welch unerwartet arbeitsame Woche! Doch immerhin eine, in der die wichtigsten Dinge auch gelangen.

Natürlich will ich noch nicht zu viel verraten, denn schließlich komm Jon schon ab dem 10. März 2018 mit uns nach Deutschland, aber eines kann in jedem Fall gesagt werden: In dieser Truppe steckt wahrlich eine einzigartige Energie. Alle sind höchstmotiviert und arbeiten mit Hochdruck an Kostümen, Licht und natürlich dem Feinschliff im Tanz und den Choreographien. Von diesem Abend, darf man sich wirklich viel versprechen.

Damit es eine Überraschung wird, will ich hier noch keine Probenphotos einstellen – weil ganz ohne Photos aber blöde ist, bin ich extra ganz weit hinaus gefahren, um einige für euch zu schießen. Zu den Niagarafällen!

 

 

 

Im Winter ist hier nichts los, was Vor- und Nachteile hat. Das nimmt dem Spaktakel aber nichts von seiner eindrücklichen Pracht. Gewaltig, wie sich die Wasser da in die Tiefe stürzen. Als mir aber erzählt wurde, dass noch letzte Woche das ganze eingefroren war und der aufsteigende Wassernebel eine Art Eishöhle um den Fall gebildet hatte es mir ein wenig leid, dass ich da noch vollständig mit der Arbeit eingespannt war. Naja, vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal!

Happy New Year!

Was war das nicht für ein Jahr! Und noch so vieles, was da kommen wird.

Januar-Februar 2018:

Kommt DADA MASILO wieder nach Deutschland. Das war letztes Jahr wirklich ein großer Erfolg! Der Zauber des ’schwarzen Schwans‘ wird hier zwischen harscher Realität und afrikanischer Lebensfreude auf die Bühne gebracht.

 

März-April 2018: Kommt da JON LEHRER mit seinen SHADOWS IN MOTION. Von den reinen Schatten-Shows, die nur hinter der Leinwand statt finden, waren wir meist schon nach zehn Minuten gelangweilt. Jon wird hier seine Tänzer und den Schatten vor die Leinwand holen. Auch ich bin sehr gespannt auf seine neuen Ideen! Hier ein Trailer zu Jons bisheriger Arbeit!

In der nächsten Spielzeit dann geht es weiter!

November – Dezember 2018: Die SONICS sind zurück mit ihrer grandiosen akrobatischen Traumwelt DUUM. Die zweite Tournee noch besser gebucht als die erste – das bedeutet schon was. Hier ein Trailer!

Und dazu natürlich wieder die ein oder andere Reise! Ich werde euch davon berichten. Denn natürlich bin ich noch auf der Suche nach etwas passendem für die Spielzeit 19/20!

So darf es weiter gehen! Volle Kraft voraus!

Back again! – Sommerpause gibt’s nicht mehr

Die Sommerpause ist vorbei und die neue Spielzeit steht vor der Türe! Früher haben wir in den Sommermonate die Arbeit aufgeholt, die beim Tagesgeschäft auf der Strecke geblieben war. Heute ist das ganz anders. Mittlerweile versucht fast jeder im Sommer schon seinen Spielplan fertig zu haben – noch vor 5 Jahren undenkbar. Damals stellte die INTHEGA-Tagung im Oktober den Startschuss für den Schauspielmarkt dar. Ob diese Entwicklung nun positiv oder negativ zu bewerten ist, bleibt vorerst unbeantwortet. So weit im Voraus zu planen bringt in jedem Fall sehr viele Unsicherheitsfaktoren mit sich, die nur schwierig auszuräumen sind. Und ob die Arbeit früher getan ist oder einfach nur länger auf dem Schreibtisch liegt, das wird die Zukunft zeigen.

Unverändert bleiben aber die anderen Aufgaben dieser Phase: Verträge mit den Kompanien für die Spielzeit 18/19 fertig machen, neue Kompanien suchen für die Spielzeit 19/20 und letzte Vorbereitungen für den September diesen Jahres treffen, da wird nämlich SCOTCH & SODA mit uns unterwegs sein, später im Jahr dann noch DADA MASILO, BREAKIN‘ MOZART und JON LEHRER. Es wird garantiert nicht langweilig! In der Company-Übersicht (in der obere Navigationsleiste: >>Über mich >> Kompanien & Produktionen) kannst Du bei Interesse einige Informationen und Videos finden – schau mal rein!

Weil im Sommer doch das ein oder andere passiert ist, werde ich in den kommenden Tagen das Erlebte nochmal Revue passieren lassen. Da werden ein paar wirklich tolle Bilder dabei sein.

Bis dahin genieße ich nun den ersten freien Sonntag seit Wochen und freue mich auf den Start der neuen Spielzeit. Jetzt geht’s wieder richtig los!